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Eine Kopfjagd

Deutsche in Ostafrika, Spuren kolonialer Herrschaft

By Martin Baer,Olaf Schröter

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Publish Date

2001

Publisher

Büchergilde Gutenberg

Language

ger

Pages

220

Description:

In Ostafrika, dem heutigen Tansania trieben die deutschen Kolonialherren vor rund 100 Jahren den aufständischen Häuptling Mkwawa nicht nur in den Tod, sondern trennten ihm noch den Kopf ab, um diesen als makabre Trophäe nach Deutschland zu schicken. Weit über das Ende des deutschen Kolonialreiches hinaus beschäftigte der Kopf des toten Häuptlings europäische und afrikanische Regierungen. 1919 verfügten die Alliierten im Artikel 246 des Versailler Vertrages die Rückgabe von Mkwawas Überresten an das Volk der Wahehe, aber erst nach einem halben Jahrhundert kehrten sie 1954 aus Bremen nach Tansania zurück. Vor dem Hintergrund dieser Kopfjagd erzählen Martin Baer und Olaf Schröter die Geschichte der ehemaligen deutschen Kolonie in Ostafrika: von der Eroberung eines „Platzes an der Sonne", über die Kämpfe im Ersten Weltkrieg, die Kolonialnostalgie in der Weimarer Republik, die nationalsozialistischen Weltmachtpläne bis hin zur Entwicklungspolitik beider deutscher Staaten. Während ihrer Recherchen sind die Autoren zugleich auf ungewöhnliche Geschichten gestoßen, die bislang kaum bekannt sind, etwa zum größten Dampfschiff Afrikas, oder zum Ursprung der braunen Hemden der Nationalsozialisten.

subjectsColonization,  Germans,  History

PlacesGerman East Africa